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Frage 02:

Sollten staatliche Investitionen zur Förderung der Jugendbeschäftigung von den Haushaltsdefizit-Zielen ausgenommen werden?
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Hintergrund

Abstimmung: Gemeinsamer Entschließungsantrag – Vorbereitungen für die Tagung des Europäischen Rates (27.-28. Juni 2013) – Maßnahmen der Europäischen Union zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Absatz 22/2, 12. Juni 2013.

Seit Ausbruch der Wirtschaftskrise vor einigen Jahren ist die Arbeitslosigkeit stark angestiegen. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit hat in der EU ein historisch hohes Niveau erreicht und wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Vor diesem Hintergrund forderte das Europäische Parlament den EU-Ministerrat und die Europäische Kommission dazu auf, gemeinsam gegen das Problem vorzugehen. Als effizientestes Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit empfahlen die Europaabgeordneten dabei nachhaltiges Wirtschaftswachstum und langfristige Reformen, vor allem in den Bildungssystemen der Mitgliedstaaten.

Darüber hinaus begrüßte das Europaparlament die vom Europäischen Rat beschlossene Einführung einer Jugendgarantie. Hierbei handelt es sich um ein Instrument, mit dem sichergestellt werden soll, dass arbeitslosen EU-Bürgern im Alter von bis zu 25 Jahren sowie Studienabgängern unter 30 Jahren eine Arbeitsstelle oder ein Aus- beziehungsweise Fortbildungsprogramm angeboten wird.

Im Entschließungsantrag – der vom Europäischen Parlament abgelehnt wurde – baten die Abgeordneten die Kommission darum, Investitionen in Bereichen, die auf die Förderung der Jugendbeschäftigung abzielen, von Haushaltskürzungen und Defizitzielen auszunehmen. Die EU-Mitgliedstaaten hätten so Geld ausgeben können, auch wenn dadurch die Staatsschulden angestiegen wären. Einige Abgeordnete hatten dies befürwortet, da sie die zur Bekämpfung der Krise ergriffenen Sparmaßnahmen teilweise als Auslöser für den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sehen.

Pro & Contra

Zur Rettung der Banken durften die Mitgliedstaaten Schulden in Milliardenhöhe machen. Wenn nicht auch Geld in die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit investiert wird, verlieren die Bürger ihr Vertrauen in das Projekt EU.

Wenn jetzt keine konkreten Maßnahmen für junge Menschen ergriffen werden, steigt das Risiko einer ‚verlorenen Generation‘ in der EU. Auf lange Sicht wird dies weitaus kostspieliger als ein hohes Haushaltsdefizit.

Indem mehr Geld für Maßnahmen zur Förderung der Jugendbeschäftigung investiert wird, können junge Arbeitslose vor dem Abrutschen in die Kriminalität und Drogenszene bewahrt werden.

Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Besser ist es, die tiefer liegenden Ursachen der Arbeitslosigkeit anzugehen, zum Beispiel starre Arbeitsmärkte.

Es ist nicht Aufgabe der Regierungen, Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Diese sollten sich selbst darum bemühen, denn sonst gewöhnen sie sich daran, Hilfe vom Staat zu erhalten.

Wirtschaftswachstum und Beschäftigung können einzig und allein über die Kontrolle der öffentlichen Haushalte erzielt werden. Mehrausgaben machen die Lösung der Probleme nur noch schwieriger.

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